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Sind Getreide wirklich schlecht für Hunde? Was die Wissenschaft sagt

  • seo6416
  • 15. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Die Frage nach getreidefreiem Hundefutter im Vergleich zu Hundefutter mit Getreide sorgt seit Jahren für Diskussionen – besonders unter Tierhaltern, die auf eine gesunde, frische Ernährung umsteigen möchten. Betritt man ein Tierfuttergeschäft, sieht man sofort Dutzende von „getreidefreien“ Optionen, die mit Gesundheitsversprechen vermarktet werden.


Aber sind Getreide wirklich so schlecht für Ihren Hund – oder handelt es sich nur um einen weiteren Marketing-Trick? In diesem Leitfaden beleuchten die Experten von Pawy die Fakten und erklären, welche Vorteile eine getreidefreie Ernährung für Hunde tatsächlich bieten kann – und wann Getreide durchaus sinnvoll ist.


Sind Getreide wirklich schlecht für Hunde?

Wie getreidefreie Ernährung in den Fokus rückte

Der Trend zum getreidefreien Hundefutter entstand aus der Annahme, dass Hunde von Natur aus Fleischfresser sind. Als Nachkommen des Wolfs sollten sie in freier Wildbahn kaum pflanzliche Nahrung oder Getreide zu sich nehmen – so jedenfalls die weit verbreitete Meinung.


Wissenschaftlich ist jedoch bewiesen, dass Hunde Allesfresser (Omnivoren) sind und durchaus von pflanzlichen Nahrungsbestandteilen profitieren können. Sie verwerten Nährstoffe aus verschiedenen Quellen – deshalb enthalten die frischen Ernährungspläne der Pawy-Experten auch schonend gegarte oder getrocknete Gemüsesorten wie Brokkoli.

Anders verhält es sich bei Getreide. Viele Hundehalter vermeiden es aufgrund möglicher Glutenunverträglichkeiten oder Allergien. Doch die Forschung zeigt ein differenzierteres Bild.


Was die Forschung wirklich zeigt

Wissenschaftliche Studien – beispielsweise der Fakultät für Veterinärmedizin und Biomedizinische Wissenschaften der University of Texas – belegen, dass Getreide nicht grundsätzlich schlecht für Hunde sind. Im Gegenteil: Sie liefern natürliche Nährstoffe, die bei einer strikt getreidefreien Ernährung ersetzt werden müssten.


Natürlich gibt es Hunde mit Unverträglichkeiten, die individuell berücksichtigt werden sollten. Der beste Weg ist daher, einen Tierarzt oder Ernährungsberater für Hunde zu konsultieren, um eine maßgeschneiderte Ernährung zu entwickeln. Um die Frage zu beantworten: Ist getreidefreies Hundefutter wirklich besser? – sehen wir uns die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse an.


1. Verdauungsfähigkeit

Zwar gilt getreidefreies Futter als „natürlicher“, doch die Forschung zeigt: Moderne Hunde haben sich in ihrer Verdauung deutlich weiterentwickelt als ihre wilden Vorfahren. Sie besitzen das AMY2B-Gen, das für die Produktion von Enzymen verantwortlich ist, welche Stärke aus Getreide aufspalten.


Kurz gesagt: Ihr Hund kann Getreide problemlos verdauen, solange keine spezifischen Allergien vorliegen. Dasselbe gilt auch für andere Kohlenhydrate – ein Futter mit moderatem Getreideanteil ist also keineswegs schädlich.


2. Nährwert

Viele Tierhalter greifen zu getreidefreiem Futter, weil sie industriell hergestelltes Futter mit minderwertigem Getreideanteil kennen. Dabei enthalten Vollkorngetreide wie Hafer oder brauner Reis wertvolle Nährstoffe, die die Verdauung und die allgemeine Gesundheit fördern.


Getreide liefert Vitamin-B-Komplexe, Mineralstoffe und ist eine natürliche Ballaststoffquelle, die für geregelte Verdauung und eine gesunde Darmflora sorgt.


3. Realität von Getreideallergien

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen gehören Getreide zu den seltensten Auslösern von Hundeallergien. Häufiger verursachen tierische Proteine wie Huhn oder Fisch allergische Reaktionen.


Das bedeutet jedoch nicht, dass getreidebedingte Allergien nicht existieren – sie äußern sich meist über Hautprobleme (Juckreiz, Rötungen) und seltener über Verdauungsbeschwerden.


Um sicherzugehen, empfiehlt sich eine Ernährungsanalyse durch Fachleute wie das Team von Pawy. Wir erstellen individuell angepasste Ernährungspläne, die Allergien und andere gesundheitliche Faktoren berücksichtigen.


Können Getreide im Hundefutter nützlich sein?

Trotz der vielen Fehlinformationen im Internet können natürliche, vollwertige Getreidearten einen positiven Beitrag zur Hundegesundheit leisten. Sie sind eine ausgezeichnete Quelle für komplexe Kohlenhydrate, die Energie und Ausdauer fördern.


Ballaststoffreiche Getreide regulieren die Verdauung, unterstützen die Darmgesundheit und beugen Verstopfungen vor. Zudem enthalten sie essentielle Nährstoffe wie Fettsäuren sowie die Vitamine B und E.


Einige Getreide wirken sogar als Antioxidantien, die Entzündungen im Körper reduzieren. Entscheidend ist jedoch die Qualität der verwendeten Zutaten: Industrielles Futter mit stark verarbeitetem Getreide sollte gemieden werden. Stattdessen empfiehlt es sich, kleine Mengen hochwertiger Getreide in selbst zubereitete oder frische Mahlzeiten zu integrieren – idealerweise nach Rücksprache mit Experten.


Das Pawy-Team steht Ihnen gerne für eine kostenlose Beratung zur Verfügung und erstellt Ihnen einen auf Ihren Hund abgestimmten Futterplan.


Kann Getreide in Hundefutter von Vorteil sein?


Getreidehaltiges Futter und gesundheitliche Aspekte

Ein Grund, warum manche Hundehalter auf Getreide verzichten, sind individuelle Empfindlichkeiten. Einige Hunde reagieren allergisch auf glutenhaltige Sorten wie Weizen.

Typische Anzeichen einer Getreideallergie sind:


  • Juckreiz und Hautreizungen

  • Ohrenentzündungen

  • trockene oder schuppige Haut


Aktuelle Studien untersuchen zudem einen möglichen Zusammenhang zwischen Getreide im Hundefutter und dilatierter Kardiomyopathie (DCM) – einer schweren Herzerkrankung, bei der der Herzmuskel dünner und schwächer wird.


Diese Erkrankung kann jedoch auch genetisch oder durch Infektionen entstehen. Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) untersucht derzeit diesen Zusammenhang, hat aber keine eindeutige Verbindung zwischen Getreide und DCM festgestellt.


Bis dahin gilt: Achten Sie auf die Qualität des Futters und sprechen Sie immer mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater, bevor Sie Getreide dauerhaft in den Speiseplan Ihres Hundes aufnehmen.


Fazit

Sie sind sich noch unsicher, ob getreidefreies Hundefutter das Richtige für Ihren Hund ist?


 Kontaktieren Sie die Ernährungsexperten von Pawy und erhalten Sie einen individuellen, frischen Ernährungsplan, der perfekt auf die Bedürfnisse und eventuelle Unverträglichkeiten Ihres Hundes abgestimmt ist.

 
 
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